szmtag
08.02.2010, 13:31 Uhr

Strom-News

Versuch an einer Gasleitung

USA: 5 Tote bei Explosion in einem Gaskraftwerk

Bei der Explosion in einem neuen Elektrizitätswerk im US-Bundesstaat Connecticut sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwölf weitere seien am Sonntag bei dem Unglück während eines Versuchs an einer Gasleitung verletzt worden, so der Bürgermeister von Middletown, Sebastian Giuliano.

Middletown (afp/red) - Das Unglück habe sich während eines Versuchs an einer Gasleitung ereignet, führte Bürgermeister Giuliano bei einer Pressekonferenz aus. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass durch die Kilometer weit spürbare Explosion weitere Opfer verschüttet wurden. Einen Terrorakt schloss er aus. Ein Vertreter der Feuerwehr gab an, er könne nicht sagen, wie viele Menschen noch unter den Trümmern der Anlage verschüttet sein könnten. In dem Werk, dessen Eröffnung in den kommenden Wochen geplant war, sollten 620 Megawatt Strom mit Gasturbinen erzeugt werden.

Bis zu 50 Menschen könnten ums Leben gekommen sein

Lange hatte Unklarheit über die Zahl der Opfer geherrscht. Ein Sprecher des Middlesex-Krankenhauses in Middletown hatte gesagt, bei dem Unglück könnten bis zu 50 Menschen ums Leben gekommen sein. Ein Augenzeuge berichtete, nach dem Unglück hätten "überall Menschen" gelegen. Dutzende Rettungskräfte und etwa 20 Krankenwagen waren auf dem Werksgelände im Einsatz. Ein Krisenzentrum wurde eingerichtet, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Die Polizei sperrte den Unglücksort weiträumig ab.

USA

Die Explosion ereignete sich in der Anlage "Kleen Energy"

Die Explosion ereignete sich kurz vor 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MEZ) in der Anlage "Kleen Energy". Sie liegt am Connecticut River in den Außenbezirken von der rund 170 Kilometer nordöstlich von New York gelegenen Stadt Middletown, in der 43.000 Menschen leben. Über dem Werk stieg nach dem Unglück eine dichte, dunkelgraue Rauchwolke auf.

Mehrere Fensterscheiben wurden zerstört

Ein Augenzeuge berichtete, die Explosion habe mehrere Fensterscheiben in den umliegenden Häusern zerstört. Mike Woronoff, ein weiterer Augenzeuge, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er sei während der Explosion drei Kilometer von dem Elektrizitätswerk entfernt gewesen. "Ich habe gespürt, wie alles wackelte", sagte er. Freunde, die mehr als 20 Kilometer entfernt wohnten, hätten ihm am Telefon gesagt, sie hätten die Explosion dort ebenfalls gehört.

© 2001-2010 strom-magazin.de
Ähnliche Nachrichten zur News "

USA: 5 Tote bei Explosion in einem Gaskraftwerk

"
  • 55 Staaten setzen sich Klimaschutzziele
    Weltkugel 55 Staaten haben bei den Vereinten Nationen Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen gemeldet. Nach UN-Angaben stehen diese Staaten, zu denen die USA, China und Indien gehören, für 78 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Merkel und Röttgen schöpfen neue Hoffnung beim Kampf gegen Erderwärmung
  • Wirtschaft warnt vor Alleingang der EU beim Klimaschutz
    Klimaverschmutzung In der Wirtschaft wächst die Angst vor zu großen Zugeständnissen Deutschlands und der EU bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen. "Das neue Klimaregime muss alle großen Emittenten und alle Industriesektoren gleichermaßen in die Pflicht nehmen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf dem "Handelsblatt".
  • 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen von USA und China
    CO2 Die Volksrepublik China und die USA sind für über 40 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. Gemeinsam mit Russland und Indien kommen die beiden Staaten auf die Hälfte des globalen Ausstoßes von CO2 aus energetischer Nutzung.
  • USA: Klimaschutz nur, wenn auch China mitmacht
    USA Die EU und die USA haben einen gemeinsamen Energierat gegründet, der in strategischen Fragen wie der Entwicklung CO2-armer Technologien die Zusammenarbeit fördern soll. Zugleich betonen die USA, ihr Engagement beim Klimaschutz an ähnliche Schritte Chinas zu knüpfen.
  • Merkel vor US-Kongress: Schützenhilfe für Obamas Klimapolitik
    merkel; Als erster deutscher Regierungschef überhaupt durfte Merkel vor beiden Kammern des US-Kongresses sprechen. Dabei forderte sie von den US-Parlamentariern rasches Handeln beim Klimaschutz, um dem Klimagipfel im Kopenhagen zum Erfolg zu führen. Präsident Obama kann diese Schützenhilfe gut gebrauchen.