Steigender Energiebedarf

US-Studie prognostiziert 40-prozentigen CO2-Anstieg

Eine am Mittwoch in den USA veröffentlichte Studie der US-Energie-Informationsbehörde (EIA) birgt einigen Zündstoff. Demnach sei damit zu rechnen, dass der weltweite Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um fast 40 Prozent ansteigen werde.

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Washington (red) - Trotz der zunehmenden Bedeutung alternativer Energien sei der Anteil an fossilen Brennstoffen immer noch sehr hoch, stellte die Behörde in ihrer Analyse fest.

Zudem sorge der steigende Energiebedarf in Schwellenländern für einen höheren CO2-Ausstoß. Aus Ländern wie China oder Brasilien sei in den kommenden 20 Jahren rund 94 Prozent der zusätzlich nachgefragten Energie zu erwarten. Die IEA prognostiziert angesichts dessen einen Rohölpreis von 110 Dollar pro Barrel bis zum Jahr 2015. Die Behörde wies darauf hin, dass ihre Analysen auf den gegenwärtig geltenden Gesetzen beruhen.

Derzeit berät der US-Kongress über eine Einführung des Emissionshandels, den es bislang in den Vereinigten Staaten nicht gibt. Präsident Obama hat unterdessen erneut klargestellt, dass er eine Begrenzung der Treibhausgase und eine Förderung umweltfreundlicher Technologie befürwortet.