Münsterland

Urteil: Frau darf kein Windrad außerhalb des Eignungsbereichs bauen

Der Gebietsentwicklungsplan für die Errichtung von Windkraftanlagen im Münsterland ist rechtlich korrekt, entschied das Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster. Die Klage einer Frau, die außerhalb eines für die Windenergienutzung ausgewiesenen Areals eine Windkraftanlage errichten wollte, wurde damit zurückgewiesen.

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Münster (ddp-nrw/sm) - Nach Angaben des 8. Senat des Oberverwaltungsgerichts ist die Errichtung von Windkraftanlagen im sogenannten Außenbereich grundsätzlich erlaubt. Um einer "Verspargelung" der Landschaft entgegenzuwirken, müsse der Regionalrat der jeweiligen Bezirksregierung jedoch in einem Gebietsentwicklungsplan bestimmte Bereiche als Eignungs- oder Vorrangbereiche für die Windenergienutzung ausweisen. Die Errichtung von Windkraftanlagen an anderen Stellen ist dann grundsätzlich nicht zulässig, wie es hieß.

Der Gebietsentwicklungsplan für das Münsterland sieht 119 Windeignungsbereiche mit einer Gesamtfläche von mehr als 23 400 Hektar vor. Dabei sind die ausgewiesenen Bereiche nach Ansicht des OVG "rechtlich nicht zu beanstanden".

Eine Revision gegen das Urteil ist nicht möglich. Allerdings kann gegen die Nichtzulassung der Revision eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht werden.