Im Münsterland

Uran-Transport: Atomkraftgegner rufen zu Protesten auf

Das Münsterland macht mobil gegen einen Urantransport: Heute Abend gegen 18 Uhr soll die Lieferung die Urananreicherungsanlage Gronau verlassen und bis nach Rotterdam fahren. Dort wird das Material, das zum Betrieb von Atomkraftwerken genutzt wird, auf ein Schiff umgeladen und nach Russland gebracht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Gronau (ddp-nrw/sm) - Die Atomkraftgegner im Münsterland wollen heute Abend gegen einen angeblich geplanten Uran-Transport von Gronau nach Russland protestieren. Nach Angaben der Anti-Atomkraft-Initiativen in Münster soll die Lieferung mit Uran gegen 18 Uhr die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau verlassen und durch das Münsterland bis nach Rotterdam fahren. Dort wird das Material, das zum Betrieb von Atomkraftwerken genutzt wird, auf ein Schiff umgeladen und nach Russland gebracht.

Aus Protest gegen den Transport wollen die Atomkraftgegner unter anderem vor dem Haupttor der UAA sowie an den Bahnhöfen in Münster und Steinfurt-Borghorst Mahnwachen aufstellen. Man wolle nicht zusehen, "wie das Münsterland immer mehr zur Drehscheibe für internationale Uran-Transporte und Castor-Transporte nach Ahaus" werde, hieß es. Zudem erneuerten die Initiativen ihre Forderung nach einer Stilllegung der Urananreicherungsanlage.

Das nordrhein-westfälische Energieministerium hatte erst Mitte Februar die atomrechtliche Genehmigung für den Endausbau der UAA erteilt. Der Betreiber der Anlage, die Urenco Deutschland GmbH, darf seine Kapazität nun von 1800 auf 4500 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr ausbauen.