Unterversorgt

Unzureichende Stromversorgung kostet Millionen

Unternehmen im Nordharz müssen aufgrund von Stromschwankungen jährlich Verluste von über einer Million Euro verkraften, berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Ursache für die Probleme sei die mangelhafte Stromversorgung durch die E.ON Avacon.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Halle (red) - Allein die Hasseröder Brauerei und das Grobblech-Walzwerk Ilsenburg beziffern die Ausfälle auf jeweils eine halbe Million Euro pro Jahr. Den Angaben zufolge unterhält E.ON Avacon lediglich eine Starkstrom-Stichleitung, die aus Thüringen über den Harz in die Region führt. Gerade im Herbst und im Winter führe dies zu Spannungsschwankungen, die zwar im Privathaushalt toleriert würden, aber in empfindlicher Computer- und Steuerungstechnik zu verheerenden Folgen führe, sagte Dirk Heidekorn, technischer Leiter der Hasseröder Brauerei. Abhilfe könne ein Bau einer Ringleitung schaffen, was der E.ON Regionalversorger bislang aus Kostengründen abgelehnt habe.

Ein Sprecher von E.ON Avacon bestätigte gegenüber der Zeitung die Probleme bei der Stromversorgung der Unternehmen und kündigte "mittelfristig" den Bau einer zweiten Starkstromleitung für einen Ringschluss an. Eine Machbarkeitsstudie soll noch im Herbst vorliegen.

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