Zeitungsbericht

Untersuchungsausschuss zu Gorleben kommt - Opposition einig

Der Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Endlager-Projekt Gorleben kommt: SPD, Grüne und Linkspartei haben sich nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" auf einen gemeinsamen Antrag für den Gorleben-Untersuchungsausschuss geeinigt, der im Januar in den Bundestag eingebracht werden soll.

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Frankfurt/Main (afp/red) - Der Untersuchungsausschuss zu Gorleben solle unter anderem dem Verdacht nachgehen, dass der umstrittene Standort in Niedersachsen nicht allein aufgrund von wissenschaftlichen Kriterien, sondern "politisch" bestimmt und mögliche Alternativen bewusst ausgeblendet wurden.

Ausschuss soll Auswahl für Standort Gorleben beleuchten

Der Gorleben-Ausschuss soll der "FR" zufolge auch die genauen Umstände ausleuchten, unter denen die Gorleben-Auswahl in den 70er Jahren stattfand. Zahlreiche Geologen hatten die Eignung des Salzstocks, der an der damaligen Grenze zur DDR lag, bezweifelt. Gorleben wurde aber trotzdem als einziger zur Erkundung ausgewählt.

Der Salzstock Gorleben im niedersächsischen Wendland ist seit mehr als 30 Jahren als Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll im Gespräch.