Zur Netzstabilität

Unterseekabel soll Deutschland und Norwegen verbinden

Deutschland und Norwegen sollen durch eine leistungsfähige Stromtrasse verbunden werden. Der staatliche norwegische Stromnetzbetreiber Statnett, die KfW-Bank und der Übertragungsnetzbetreiber Tennet unterzeichneten eine Rahmenvereinbarung über Entwicklung und Bau eines 1.400-Megawatt-Unterseekabels zwischen den beiden Ländern.

Strommast© Schuppich / Fotolia.com

Frankfurt/Berlin (dapd/red) - Das teilten beide Partner am Dienstag mit. Das 1,5 Milliarden bis 2,0 Milliarden Euro teure Projekt soll 2018 in Betrieb gehen und für eine höhere Netzstabilität und niedrigere Strompreise sorgen. Durch das Unterseekabel kann Wind- und Sonnenenergie von Deutschland nach Norwegen geleitet werden, wenn ein Überschuss besteht. Umgekehrt kann Norwegen Strom aus Wasserkraft in die Bundesrepublik liefern, wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herrscht.

Wichtig für die Energiewende

Tennet-Deutschland-Chef Martin Fuchs sagte, das Projekt stelle einen "zentralen Baustein der deutschen Energiewende" dar. Die Vereinbarung sieht eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland vor. Statnett wird zur Hälfte Eigentümer der Verbindung. Die andere Hälfte wird auf deutscher Seite von der Staatsbank KfW und Tennet gehalten. Die endgültige Investitionsentscheidung soll 2014 fallen.

Zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erklärte in Berlin, das geplante Unterseekabel trage dazu bei, die Versorgungssicherheit zu erhöhen, die Strompreise zu entlasten und den europäischen Binnenmarkt zu stärken. Die Umsetzung der Energiewende mache weitere Fortschritte.