Quartalsberichte morgen

Unterschiedliche Entwicklungen bei E.ON und RWE erwartet

Im Vorfeld der für morgen angekündigten Quartalszahlen erwarten Analysten bei der E.ON AG einen höheren Umsatz und ein gestiegenes Betriebsergebnis. Bei der Essener Konkurrenz wird vermutet, dass beides rückläufig ist. Positive Auswirkungen der jüngsten Strompreiserhöhungen wird es wohl bei beiden geben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Essen (ddp/sm) - Mit E.ON und RWE legen die beiden größten deutschen Energiekonzerne am Donnerstag ihre Zahlen für die ersten drei Monate dieses Jahres vor. Dabei erwarten Analysten sehr unterschiedliche Entwicklungen.

Während bei der Düsseldorfer E.ON AG mit einem höheren Umsatz und einem gestiegenen Betriebsergebnis gerechnet wird, sehen die Marktbeobachter bei der Essener Konkurrenz beides rückläufig. Bei beiden Konzernen erwarten sie allerdings positive Auswirkungen der jüngsten Strompreiserhöhungen.

Bei E.ON rechnen die Experten für das erste Quartal im Durchschnitt mit einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 15,35 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) sehen sie bei 2,46 Milliarden Euro nach 2,35 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Schließlich hatten die Düsseldorfer bereits für das Gesamtjahr eine leichte Steigerung in Aussicht gestellt.

Der Nettogewinn wird den Schätzungen zufolge allerdings auf 1,35 Milliarden Euro gesunken sein, nach 1,46 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damals konnte E.ON noch Buchgewinne von fast 400 Millionen Euro einbeziehen.

Interessanter als das Zahlenwerk könnten Aussagen zu den angekündigten Verkäufen sein. Immerhin will E.ON bis zum Sommer sowohl Ruhrgas Industries als auch die Immobilientochter Viterra veräußern. Auch bei der Abgabe der Degussa-Aktien wartet der Markt noch auf Klarheit.

Der RWE-Umsatz wird nach Analystenschätzungen in den ersten drei Monaten einen Rückgang von 8,5 Prozent auf 11,13 Milliarden Euro verzeichnet haben. Das Betriebsergebnis werde mit 1,95 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau von 1,97 Milliarden Euro gesehen. Das Nettoergebnis ist den Schätzungen zufolge um gut sechs Prozent auf 868 Millionen Euro zurückgegangen. Grund hierfür seien vor allem Beteiligungsverkäufe wie Consol und Heidelberger Druckmaschinen.