Vermutungen

Unternehmen will bei Probebohrung in Speyer auf Erdölvorkommen stoßen

Ein pfälzisches Unternehmen aus Heßheim hofft bei einer Probebohrung in Speyer auf Erdöl zu stoßen. Die Bohrung habe bereits eine Tiefe von rund 1030 Metern und damit rund die Hälfte der geplanten rund 2300 Meter erreicht, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens Palatina GeoCon, Gernot Eberhard.

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Speyer (ddp-rps/sm) - "Noch ist unklar, ob wir da unten tatsächlich auf ein Ölvorkommen stoßen", sagte Eberhard. Falls nicht, hätte Palatina GeoCon gemeinsam mit seinem Konsortialpartner Gaz de France Produktion Exploration Deutschland (GDF-PEG) Eberhard zufolge eine Investitionssumme von insgesamt rund acht Millionen Euro buchstäblich "in den Sand gesetzt".

Die Vermutung, in Speyer auf Erdöl zu stoßen, ergab sich 2003 durch eine Bohrung, mit der eigentlich die Gewinnung von Erdwärme geprüft werden sollte. Schallwellenmessungen deuteten dann aber auf ein Erdölfeld hin.

Die Probebohrung, die den Angaben zufolge auch bei einer eventuellen Produktionsbohrung genutzt werden kann, soll etwa Mitte Dezember fertig gestellt sein. Sobald die Testergebisse vorlägen, könne dann über eine weitere Erschließung beraten werden, sagte Eberhard. Wird tatsächlich ein Ölfeld gefunden, hätte das Konsortium die Rechte an dessen Ausbeutung. Gegebenenfalls ist ein Langzeitfördertest im kommenden Jahr vorgesehen. Palatina hat bereits angekündigt, seinen Firmensitz nach Speyer verlegen zu wollen.