Länder wollen Gebühr

Unterirdische CO2-Speicherung womöglich teurer als geplant

Die unterirdische Speicherung von CO2 aus Kohlekraftwerken könnte noch teurer werden als bislang angenommen. Die Bundesländer wollten einem Bericht des Handelsblatts zufolge in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren zu den CO2-Speichern eine "Speicherabgabe" für Stromerzeuger einfließen lassen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Für jede eingelagerte Tonne des Treibhausgases ist demnach eine Gebühr von fünf Euro vorgesehen, wie die Zeitung unter Berufung auf Kreise der Länderregierungen berichtet. Dadurch entstünden den Stromkonzernen jährlich Milliardenlasten, die für Verbraucher höhere Strompreise bedeuten könnten.

Dem Bericht zufolge setzen die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf die Speicherabgabe. Dort befindet sich der Großteil der geplanten unterirdischen Speicherstätten. Am Freitag will der Bundesrat über das Thema beraten.

Für die Betreiber von Kohlekraftwerken ist die unterirdische CO2-Speicherung von großer Bedeutung, weil sie für den Ausstoß des Treibhausgases im Zuge des EU-weiten Handels mit Emissionsrechten Zertifikate kaufen müssen, deren Preis in den kommenden Jahren steigen dürfte. Die sogenannte CCS-Technologie zur CO2-Speicherung ist umstritten, Kritiker halten sie auch ohne Speicherabgabe bereits für zu teuer und zudem nicht sicher genug.