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04.11.2011, 09:23 Uhr

Strom-News

Aufbaustudium

Unis bilden Fachleute für Offshore-Windenergie aus

Die Hochschule Bremerhaven und die Universität Oldenburg wollen Akademiker durch ein spezielles Weiterbildungsstudium fit für die Offshore-Branche machen. Das Aufbaustudium soll Ingenieure, Juristen oder auch Betriebswirte ab dem Wintersemester 2012 zu zertifizierten Fachkräften für Offshore-Windenergie fortbilden.

Bremerhaven (dapd/red) - Das Konzept des Studiums präsentierten die Bremer Windenergieagentur und das Forschungsnetzwerk ForWind am Donnerstag in Bremerhaven.

Fachkräfte werden dringend gesucht

Künftige Studenten können sich in dem neuen Studium im Windpark-Design, in Projektentwicklung und auch in Installation, Service oder Betrieb der Anlagen weiterbilden. "Die Offshore-Windenergie braucht speziell geschulte Fachkräfte", sagte der Geschäftsführer der Windagentur Ronny Meyer. Bei den Fachkräften bewege man sich auf einem Flaschenhals zu, sagte auch Stephan Barth von der Universität Oldenburg.

Offshore Windkraft In der Windkraft-Industrie werden Zehntausende neuer Stellen geschaffen. Allerdings fehlt es häufig noch an Sachkenntnis. (Foto / Abb.: Rebel / Fotolia.com )

Für das neunmonatige Aufbaustudium sollen zunächst 24 Plätze zur Verfügung stehen. Inhalte sind auch Logistik, Standards, Zertifizierung und Finanzierung der Offshore-Anlagen. Viele Inhalte habe die Offshore-Industrie eingebracht, sagte Barth. Unterrichtet wird im Selbststudium und in Präsenzzeiten in Bremerhaven und Oldenburg. Gefördert wird das Studium durch die Länder Bremen und Niedersachsen.

Unternehmen würden wohl einen Teil der Kosten tragen

Die Windagentur in Bremen schätzt, dass die Offshore-Branche in den nächsten Jahren 30.000 Stellen schafft. Bislang gebe es aber kaum Erfahrungen im Errichten von Windparks. Das mache Ausbildung dringend notwendig, sagte Geschäftsführer Meyer. "Wenn Logistik und Projekt nicht exakt geplant sind, dann wird es schwierig und richtig teuer", warnte er.

Die Kosten des Aufbaustudiums, die derzeit auf etwa 10.000 Euro veranschlagt werden, müssen die Teilnehmer selbst tragen. Barth rechnete aber damit, dass Unternehmen der Offshore-Branche oft einen Teil oder die gesamten Kosten übernehmen werden.

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