Zustimmung

Uniper kommt seinem Börsengang näher

Der Börsengang von Eon-Tochter Uniper hat eine weitere Hürde genommen. Die Börsenaufsicht Bafin hat das entsprechende Börsenzulassungsprospekt gebilligt. Frisches Geld erhofft sich Eon durch den Börsengang aber nicht.

Uniper© Uniper SE

Essen/Düsseldorf - Deutschlands größter Energiekonzern Eon biegt mit dem Börsengang seiner Kraftwerkstochter Uniper auf die Zielgerade ein. Die Börsenaufsicht Bafin habe den Börsenzulassungsprospekt gebilligt. Damit könne Uniper voraussichtlich wie geplant Mitte September an die Börse gehen, teilte Eon am Freitag mit.

Uniper: Fossile Energien und Wasserkraft

In der Tochter Uniper hat der Energiekonzern seine konventionellen Gas-, Wasser- und Kohlekraftwerke sowie den Energiehandel zusammengefasst und spaltet diesen Teil mit dem Börsengang von Rest des Unternehmens ab. Dabei verteilt der Konzern zunächst gut 53 Prozent der Uniper-Anteile an seine Aktionäre. Frisches Geld nimmt Eon durch den sogenannten Spin-off nicht ein. Der Konzern sieht sich mit der neuen Struktur aber besser gerüstet für die Energiewende.

Verlust von 3,9 Milliarden Euro

Im ersten Halbjahr 2016 hatten milliardenschwere Wertberichtigungen auf Kraftwerke und Gasspeicher tiefe Spuren in der Uniper-Bilanz hinterlassen. Unter dem Strich musste das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,9 Milliarden Euro ausweisen. Positive Entwicklungen gab es dagegen im Handelsgeschäft.

Quelle: DPA