Für den Klimaschutz

Unions-Abgeordneter fordert neue Atomkraftwerke

Aus der Union gibt es jetzt auch Rufe nach neuen Atomkraftwerken. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU), sagte der Zeitung "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht, es reiche nicht aus, über die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken zu sprechen.

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Berlin (ddp/sm) - Man müsse ernsthaft diskutieren, ob nicht bald neue Kernkraftwerke nötig seien, sagte Michael Fuchs (CDU). Er begründete seine Forderung mit dem Klimaschutz. Die regenerativen Energien brächten keine Lösung des Problems. "Um ein Kernkraftwerk zu ersetzen, bräuchten wir 10 000 Windmühlen. Selbst die Grünen können nicht so viel Wind machen, damit die sich ständig drehen", sagte Fuchs. Würde man alle Kernkraftwerke abschalten und durch die besten grundlastfähigen Gaskraftwerke ersetzen, bedeute dies einen zusätzlichen Ausstoß an Kohlendioxid von 180 Millionen Tonnen. Die Kernkraft sei deshalb unerlässlich.

Als weiteres Argument nannte Fuchs die Belastung deutscher Unternehmen durch steigende Energiepreise. "Wir brauchen sozialverträgliche Preise für Privathaushalte und konkurrenzfähige für Unternehmen", sagte er. Es gebe zu viele Menschen, deren Nebenkosten inzwischen die Höhe ihrer Miete überstiegen.