Nebenverdienste

Union verlangt Aufklärung über E.ON-Pensionszahlungen

Der parteilose Ex-Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sieht sich infolge der Pensionszahlungen des E.ON-Konzerns noch während seiner Ministertätigkeit anhaltender Kritik ausgesetzt. Eckart von Klaeden, Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion: "'Wes Brot ich ess', des Lied ich sing".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp) - Die Union sieht bei den Pensionszahlungen des Energiekonzerns E.ON an Ex-Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) "noch erheblichen Aufklärungsbedarf". Während seiner Amtszeit als Minister hat Müller nach Angaben der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) monatlich rund 8000 Euro von E.ON erhalten. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden (CDU), fordere von der Bundesregierung nun Auskunft darüber, ob Müller im Kabinett auf seine mögliche Befangenheit durch diese Zahlungen hingewiesen habe.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass man mit 56 Jahren schon eine solche Pension bezieht", sagte Klaeden der Zeitung. "Diese Zahlungen während Müllers Ministerzeit werfen ein neues Licht auf seine energiepolitischen Entscheidungen. Das alte Sprichwort 'Wes Brot ich ess', des Lied ich sing' zieht sich wie ein roter Faden durch seine Energiepolitik", sagte der CDU-Politiker.

In Müllers Amtszeit fiel unter anderem die Sondererlaubnis für die vom Kartellamt verbotene Ruhrgas-Übernahme durch E.ON. Der Minister war im Oktober 2002 aus dem Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ausgeschieden. 2003 wurde er Vorstandschef der Ruhrkohle AG, an der E.ON beteiligt ist.