Aktueller Stand

Union und FDP wollen Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke

Angesichts zahlreicher Äußerungen zum Thema Atomausstieg und möglicher Rückkehr zum Status Quo ist ein Überblick über den aktuellen Meinungsstand vielleicht ganz sinnvoll: Auf der einen Seite stehen SPD, Grüne und die Linken. Auf der anderen FDP und CDU.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Grünen warnen vor einer Abkehr vom Atomausstieg und fordern einen Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein Festhalten an der Kernkraft sei "eine Mauer ins Solarzeitalter", sagte der Energieexperte der Grünen, Hans-Josef Fell, im Bundestag. Union und FDP verwiesen indes auf einen steigenden Energiebedarf. Sowohl der CDU-Abgeordnete Philipp Mißfelder als auch die FDP-Abgeordnete Gudrun Kopp sprachen sich zumindest für längere Laufzeiten für Kernkraftwerke aus.

SPD und Links-Fraktion lehnten wie die Grünen solche Überlegungen ab. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) betonte, angesichts der geplanten neuen Kernkraftwerke in der Welt dürften die Uranvorkommen nur noch für 65 Jahre reichen. Das sei geringer als die Reserven von Öl und Gas. Daher sei es keine verantwortliche Energiepolitik, an der Kernkraft festzuhalten oder gar den Neubau von Atomkraftwerken einzufordern.