Breite Allianz

Ungewöhnliches Bündnis schlägt Energiewende-Reform vor

Eine ungewöhnliche Allianz von der Deutschen Umwelthilfe bis zum Energieversorger E.on hat am Mittwoch in Berlin ein Konzept zur Energiewende vorgelegt. Das Papier sei bewusst nicht vor der Wahl veröffentlicht worden. Die künftige Bundesregierung könne das Konzept wegen der Breite der beteiligten Akteure gut als Handlungsbasis nutzen, hieß es.

Energiewende© asrawolf / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Im Rahmen der Reform zur Energiewende wird unter anderem vorgeschlagen, dass neue Windparks und Solaranlagen sich stärker dem Wettbewerb stellen und Vergütungen zur Dämpfung der Ökostrom-Umlage und damit der Strompreise abgeschmolzen werden. Industrierabatte sollen nur noch Unternehmen gewährt werden, die im internationalen Wettbewerb stehen. Der Preis für CO2-Zertifikate soll erhöht werden, um Kohlendioxid-Emissionen deutlich zu verringern, bis spätestens 2050 soll kein Kohlekraftwerk mehr in Deutschland laufen.

Komplexität der Energiewende wurde unterschätzt

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der mit Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) die Allianz mit Vertretern der Netzbetreiber, der Ökoenergiebranche und von Stadtwerken angestoßen hatte, betonte bei der Vorstellung der Pläne: "Die Energiewende ist, was die Komplexität betrifft, unterschätzt worden." Ein besseres Gelingen sei nur gemeinsam mit allen Beteiligten möglich. Besonders im Wärmesektor müsse mehr passieren, etwa durch Gebäudesanierungen.

Quelle: DPA