Forderung an die CDU/CSU

Umweltverbände: Stopp von Atomkraft und Kohle

Führende Umweltverbände haben die CDU/CSU aufgefordert, sich von Atomkraft und Kohle zu verabschieden. Die Umweltverbände sehen in der angestrebten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke der Union eine "klimapolitische Sackgasse", da diese dem Ausbau der erneuerbaren Energien im Wege steht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Um einen energie- und klimapolitischen Neuanfang zu machen, müsse sich auch die Union intensiver für die erneuerbaren Energien einsetzen, statt weiterhin Kohle und Atom voranzutreiben, hieß es am Sonntag in einem offenen Brief an die in Berlin tagenden Spitzenpolitiker von CDU und CSU. Zu den Unterzeichnern zählten Greenpeace, Germanwatch, Deutsche Umwelthilfe, BUND, WWF, NABU, Forum Umwelt und Entwicklung, Campact und die Klima-Allianz.

Klimapolitische Sackgasse

Die von der Union angestrebte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke führe in die "klimapolitische Sackgasse", weil sie den Ausbau der erneuerbaren Energien behindere, argumentierten die Verbände. Statt neue Kohlekraftwerke zu bauen, müsse die Regierung bestehende Kohlekraftwerke parallel zur wachsenden Stromproduktion aus erneuerbaren Energien auslaufen lassen.