Erklärung

Umweltverbände erteilen Renaissance der Atomenergie strikte Absage

Gemeinsam haben die wichtigsten deutschen Umweltverbände heute die weitere Förderung und den schnellen Ausbau der regenerativen Energien gefordert. In diesem Zusammenhang erteilten sie Überlegungen mit einer Renaissance der Atomenergie Klimaschutzziele zu erreichen, eine strikte Absage.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

In einem breiten Bündnis haben heute die Umweltverbände BUND, DNR, GERMANWATCH, GRÜNE LIGA, IPPNW, NABU, ROBIN WOOD, WWF und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer gemeinsamen Erklärung die weitere Förderung und den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien gefordert. Für die Verbände werden ausschließlich die erneuerbaren Energien dem Anspruch einer klimaschonenden und risikoarmen Energieversorgung gerecht.

"Wind, Wasser, Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse sind langfristig in der Lage, unseren gesamten Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoffen zu decken", heißt es in der Erklärung. Dies hätten auch Szenarien der Energie-Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung" des Deutschen Bundestages bestätigt. Nach Auffassung der Verbände ist der Ausbau regenerativer Energien in Deutschland ein herausragender Erfolg auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sei weltweites Vorbild. Die Verbände betonen, dass Nachhaltigkeitsziele nur durch Änderungen der bestehenden Strukturen bei der Energieversorgung zu erreichen seien.

In diesem Zusammenhang erteilten sie Überlegungen mit einer Renaissance der Atomenergie Klimaschutzziele zu erreichen, eine strikte Absage. Es sei außerdem wirtschaftlicher Unsinn, 50 bis 70 neue Atomkraftwerke in den kommenden 50 Jahren in Deutschland bauen zu wollen. "Ein solches Szenario ist ein Schreckensbild und würde nicht nur enorme ökologische Schäden anrichten, sondern immense gesellschaftliche Verwerfungen mit sich bringen", so die Erklärung. Nach Auffassung der Verbände gibt es zur Strategie der Energieeinsparung, der Energieeffizienzsteigerung und dem Ausbau erneuerbarer Energien keine Alternative. Sie fordern daher alle Parteien auf, die Förderung der erneuerbaren Energien fortzusetzen und am EEG festzuhalten. Eine Renaissance der Atomenergie müsse von allen Parteien aus ökonomischen und ökologischen Gründen auch zukünftig ausgeschlossen werden.