Zu große Risiken

Umweltverbände: Atomkraft nützt dem Klima nicht

Atomenergie hilft nicht beim Klimaschutz und kann aufgrund ihrer enormen Risiken keinen Beitrag für eine ökologische und zukunftsweisende Energiepolitik liefern, dies betonen die Deutsche Umwelthilfe, Robin Wood und die Koordination Endlagerstandorte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Aus Anlass der Jahrestagung Kernenergie 2008, die diese Woche in Hamburg began, bekräftigen die Verbände, dass die Atomenergie keine Zukunftstechnologie sein kann.

Die "beinahe Katastrophen oder schweren Störfälle" in Forsmark, Brunsbüttel etc. hätten deutlich gemacht, dass das Risiko der Atomenergienutzung ist in den letzten Jahren deutlich angewachsen ist, so Gerd Rosenkranz von der DUH. Auch die Endlagerfrage sei nach wie vor nicht gelöst, hinzu komme das Risiko, dass Atommeiler zum Ziel terroristischer Aktivitäten werden können.

Stromkonzernen führend oft den Klimaschutz und drohende Stromversorgungslücken an, um den Weiterbetrieb ihrer Atomkraftwerke zu begründen. Hanna Poddig von Robin Wood weißt jedoch darauf hin, dass das Umweltbundesamt im April aufgezeigt hat, dass Versorgungslücken durch den Atomausstieg nicht zu erwarten sind. Auch für den Klimaschutz spielen die Atommeiler keine Rolle, so Poddig weiter. Werden die energiepolitischen Vorgaben bei der Stromeinsparung, dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und der erneuerbaren Energie eingehalten, werden die CO2-Reduzierungen um 40 Prozent im Jahr 2020 erreicht.

Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD kritisiert, dass sicherheitsrelevante Fragen bezüglich Schacht Konrad nie vor Gericht behandelt worden seien, so beispielsweise die Frage, wie die sichere Lagerung gewähleistet werden soll. Für KONRAD und das in Gorleben angestrebte Endlager für hochradioaktiven Atommüll wird die Isolation des Atommülls von der Biosphäre für 1.000.000 Jahre versprochen. "In Morsleben und vor allem in der ASSE II bei Wolfenbüttel hat es gerade mal 40 Jahre gedauert, bis der Müll jetzt abzusaufen droht", so Dickel.