Dreifach-Bealstung

Umweltschädliche Subventionen auf Rekordhöhe

Das Umweltbundesamt (UBA) kritisiert einem Zeitungsbericht zufolge den Anstieg umweltschädlicher Subventionen in Deutschland. Die Kosten überschritten im Jahr 2010 erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro, wie die Zeitung "Die Welt" am Donnerstag aus einem noch unveröffentlichten Bericht des UBA berichtete.

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Berlin (AFP/red) - An die künftige Bundesregierung gewandt sagte der Präsident des UBA, Jochen Flasbarth, der Zeitung: "Die Parteien sollten die Koalitionsverhandlungen nutzen, um einen klaren Fahrplan für den Abbau umweltschädlicher Subventionen zu erstellen."

Diese Subventionen belasten laut Flasbarth den Steuerzahler gleich dreifach: "einmal für die Subvention selbst, für die Umwelt- und Gesundheitsschäden und für die Gegensubventionierung umweltfreundlicher Technik" etwa bei erneuerbaren Energien.

Viel Geld für fossile Energieträger

Den stärksten Anstieg verzeichnete der Bericht im Energiesektor; 2010 förderte der Staat demnach unter anderem fossile Energieträger wie die Braunkohle mit rund 21,7 Milliarden Euro. Den teuersten Sektor machte dem Bericht zufolge der Verkehr mit Subventionen in Höhe von 23 Milliarden Euro aus. Flasbarth kritisierte in der "Welt" insbesondere die Pendler- beziehungsweise Entfernungspauschale.

Subventionen sind nach der Definition des UBA dann umweltschädlich, wenn sie negative Auswirkungen auf Klima, Boden, Wasser, menschliche Gesundheit, biologische Vielfalt und natürliche Ressourcen haben.

Quelle: AFP