"Handlungslücke"

Umweltministerium sieht keine Stromlücke

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), weist Warnungen vor einem Versorgungsengpass beim Strom zurück. "Es gibt keine Stromlücke. Es gibt eine Handlungslücke", sagte Müller der "Berliner Zeitung" laut Vorabbericht.

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Berlin (ddp/sm) - Stromsicherheit könne man mit zwei Schritten sehr einfach erreichen. "Zunächst muss im Strombereich neun Prozent Energie eingespart werden - machbar ist bei Unternehmen eine Reduzierung von bis zu 30 Prozent", erläuterte Müller. Außerdem müsse der Anteil der Kraft-Wärme-Koppelung an der Energiegewinnung deutlich erhöht werden. Dadurch könnten Klimaschutz, Atomausstieg und Energiesicherheit verbunden werden.

"Für die Energieunternehmen würde dies bedeuten, dass sie nicht mehr auf die bequeme Methode setzen können, Energiepolitik mit dem Bau neuer Kraftwerke gleichzusetzen", sagte Müller. Außerdem würden sie dann nicht mehr so viel Geld verdienen wie jetzt mit dem Weiterbetrieb bereits abgeschriebener Atomkraftwerke.