GRS-Studie

Umweltministerium: Sicherheit von Atomanlagen optimal gewährleisten

Das Umweltministerium vermisst Aktivitäten der Bundesländer, die Sicherheit von Atomkraftwerken zu erhöhen. Obwohl die zuständigen Landesatomaufsichten gebeten wurden, auf Basis einer GRS-Studie anlagenspezifische Untersuchungen der laufenden Atomkraftwerke zu erstellen, seien diese ihren Verpflichtungen noch nicht nachgekommen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In Zusammenhang mit der Diskussion um die Äußerungen von BfS-Präsident König in der Berliner Zeitung zur Abschaltung von fünf Risikomeilern, hat das Umweltministerium an eine Studie erinnert, in der die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) erstmalig die Folge eines vorsätzlich herbeigeführten Flugzeugabsturzes auf eine Atomanlage untersucht hat.

Die Studie käme zu dem Ergebnis, dass es unterschiedliche Sicherheitsauslegungen der deutschen Atomkraftwerke gibt. Sie sage nichts über das konkrete, tatsächliche Gefahrenpotential einer Anlage vor Ort aus. Die Erkenntnisse wurden durch das Bundesamt fuer Strahlenschutz bei der Genehmigung der dezentralen Zwischenlager bereits zugrunde gelegt. Schon vor über einem Jahr seien die Ergebnisse der Studie den Ländern zur Verfügung gestellt worden. Die zuständigen Landesatomaufsichten wurden gebeten, auf dieser Basis anlagenspezifische Untersuchungen der laufenden Atomkraftwerke zu erstellen. Diesen Verpflichtungen seien die Länder noch nicht nachgekommen, moniert die Trittin-Behörde.

Die Betreiber hätten zur Verbesserung der Sicherheit von Atomkraftwerken das Konzept einer Vernebelung vorgeschlagen. Ob und in wie weit dieses Konzept zu einer tatsächlichen Verbesserung führen kann, sei Gegenstand einer weiteren laufenden Untersuchung durch die GRS.