Förderung ausgeweitet

Umweltministerium: 3 Millionen Euro für Offshore-Forschung

Das Bundesumweltministerium fördert zwei Forschungsprojekte für Windenergie auf See. Zum einen geht es um die Entwicklung eines schwimmenden Fundamentes für Offshore-Anlagen. Zum anderen um ein Transfersystem, um den Zugang zu Windenergieanlagen auf See unanhängig vom Wetter jederzeit zu ermöglichen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Offshore-Windkraft sei "ein Eckpfeiler beim Ausbau der erneuerbaren Energien", betont Umweltminister Gabriel. Daher werde die Forschungsförderung ausgeweitet.

Die ARCARDIS Consult GmbH entwickelt ein schwimmendes Fundament für Offshore-Windenergieanlagen. Das nur mit Stahlseilen auf dem Meeresgrund verankerte Fundament ist auch für sehr tiefe Gewässer fern der Küste geeignet. Naturschutzgebiete in Küstennähe werden so nicht durch Windenergieanlagen beeinträchtigt. Gleiches gilt für die Küstenschifffahrt. Zudem benötigen die schwimmenden Fundamente weniger Material. Während bei herkömmlichen Offshore-Windenergieanlagen rund die Hälfte der Kosten auf Herstellung und Montage der Fundamente entfällt, sind ihre schwimmenden Verwandten deutlich günstiger. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt mit rund 2,8 Millionen Euro.

Der Projektentwickler PTS – personnel transfer system GmbH hat ein Transfersystem entwickelt, das Monteure und Material bei fast jedem Wetter sicher vom Schiff auf die Plattform von Offshore-Windenergieanlagen bringt. Wartungen und Reparaturen sollen damit nahezu ganzjährig möglich sein. Das spart bares Geld, denn ein Stillstand der Anlagen verursacht hohe Kosten. Das "Personnel Transfer System" (PTS) ist im Kern ein hydraulisch betriebener Kran, dessen Haken mit Hilfe von Sensoren so gesteuert wird, dass er auch bei hohem Seegang immer den gleichen Abstand zum Schiff hält. Die Teupen Maschinenbau GmbH wird das System als Prototypen bauen. Dieses Projekt fördert das Bundesumweltministerium mit knapp 160.000 Euro.