Koalition

Umweltministerin Hendricks löst Altmaier ab

Babara Hendricks wird Bundesumweltministerin und dürfte mit der Ausweitung des Ressorts auf "Bau und Reaktorsicherheit" eine Reihe an Aufgaben vor sich haben. Der Vorgänger Peter Altmaier will sich auch als Kanzleramtschef in Zukunft für die Energiewende einsetzen.

Deutscher Bundestag© KD-Photo / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Die neue Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht trotz der Abgabe der Kompetenzen für erneuerbare Energien keinen Bedeutungsverlust ihres Ministeriums. "Wir sind zwar etwas gerupft, aber so schlimm ist es auch wieder nicht", sagte die 61-Jährige am Mittwoch zu den Mitarbeitern bei der Übernahme des Amtes von Vorgänger Peter Altmaier (CDU). Schließlich komme mit dem gesamten Baubereich eine wichtige Aufgabe dazu. Man müsse sich daher an die neue Kurzform BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) statt BMU gewöhnen.

Altmaier will Wende weiter unterstützen

Der neue Kanzleramtschef Altmaier versprach, sich weiter für die Energiewende einzusetzen. "Ich werde nicht vergessen, aus welchem Haus ich gekommen bin." Der bisherige Staatssekretär Jürgen Becker wird ersetzt durch den bisherigen Präsidenten des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth. Neue Parlamentarische Staatssekretäre werden die SPD-Politiker Rita Schwarzelühr-Sutter und Florian Pronold. Bisher waren dies Katherina Reiche, die die gleiche Aufgabe nun im Verkehrsministerium übernimmt, und Ursula Heinen-Esser (beide CDU).

Schwerpunkt Klimapolitik

Altmaier sagte, mit dem Gesetz für eine bundesweite Suche nach einem Atommüll-Endlager, dem Gesetz zur Bergung des Atommülls aus der Asse und einer Begrenzung der Solarförderkosten sei einiges erreicht worden. Hendricks nannte die Klimapolitik als einen Schwerpunkt. Die EU muss bald ihre CO2-Minderungsziele bis 2030 definieren.

Quelle: DPA