Gebäudesanierung

Umweltministerin Conrad für effektivere Förderprogramme

Rheinland-Pfalz will das "Null-Fossil-Haus" bis spätestens 2020 als Standard beim Neubau etablieren. Darüber hinaus seien effektive Förderungen für den Gebäudebestand nötig, damit auch wirtschaftlich Leistungsschwächere in Sanierungsmaßnahmen investieren können.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (red) - In einer Veranstaltung in der RLP-Landesvertretung in Berlin stellte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad die Voraussetzungen zum Erreichen der CO2-Reduktionsziele vor. So solle mit einem Förderungsprogramm die Markteinführung von Passiv- und Energiegewinnhäusern forciert werden, erläutert Umweltministerin Margit Conrad. Das Land habe dazu ein Programm mit einem Volumen von zwei Millionen Euro aufgelegt, damit könnten 500 bis 600 Häuser realisiert werden.

Verbesserte Förderungen könnten laut Conrad dafür sorgen, dass auch im Gebäudebestand der Einsatz der Erneuerbaren Energien zunimmt. Für wirtschaftlich weniger Leistungsfähige seien die nötigen Investitionen nicht einfach zu tätigen. Daher müsse es eine "effektive und differenzierte Förderung für alle Bevölkerungsgruppen geben", so Conrad.

Auch die Industrie brauche wegen der Langfristigkeit von Investitionen Klarheit über künftige Anforderungen der Energieeinsparverordnung. "Die von der KfW definierten Anforderungen an den Gebäudeenergie-Standard - ergänzt um Passiv- und Energiegewinngebäude - eignen sich hervorragend zur Festlegung der Schritte, die zum Ziel eines Null-Fossil-Gebäudes bis 2020 führen", so Conrad.

Nach einer Studie von McKinsey im Auftrag des Bundes der deutschen Industrie (BDI) könnten allein im Gebäudesektor 58 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn bei Neubau und Sanierung konsequent alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung, der Energieeffizienz und dem Einsatz Erneuerbarer Energien angewandt würden.