Mindesteffizienz

Umweltminister will alte Kohlekraftwerke stilllegen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eröffnet die heiße Phase der Debatte um das Energiekonzept der Bundesregierung. In einem 25 Seiten umfassenden Eckpunktepapier fordert er unter anderem die Stilllegung alter Kohlekraftwerke, indem eine Mindestenergieeffizienz für Kraftwerke eingeführt werde.

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Berlin (afp/red) - Darüber hinaus fordert Röttgen in seinem Eckpunktepapier auch eine Sanierungspflicht für Gebäude und die Einführung von Energiemanagementsystemen, wie das "Handelsblatt" am Samstag vorab berichtete.

Unter dem Titel "Modernisierung des Kraftwerksparks: Stilllegung ineffizienter Anlagen" heißt es demnach in dem Papier, man wolle "alte Kohlekraftwerke durch hocheffiziente Anlagen ersetzen". Der Kostendruck, der durch den Emissionshandel auf die Betreiber alter Anlagen ausgeübt werde, reiche nicht aus. Daher könnten "Anforderungen an die Mindestenergieeffizienz bestehender Kohlekraftwerke in Ergänzung zum Emissionshandel ein wichtiges Instrument sein, um alte ineffiziente Kraftwerke stillzulegen oder zu modernisieren", zitierte die Zeitung aus dem Papier.

Die Regelung soll dem Bericht zufolge gelten für Braunkohlekraftwerke mit einem Wirkungsgrad von weniger als 32 Prozent und Steinkohlekraftwerke mit weniger als 34 Prozent Wirkungsgrad. In Deutschland gibt es eine Reihe alter Kraftwerke, die die Wirkungsgradanforderungen nicht erfüllen würden.