CO2-Ausstoß

Umweltminister sieht sich durch Gutachten in Atomfrage bestätigt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht sich in seiner ablehnenden Haltung zur Atomenergie durch ein aktuelles vom Kanzleramt bestelltes Gutachten zur Klima- und Energiepolitik bestätigt. Demnach kann der Kohlendioxid-Ausstoß auch ohne die Nutzung von Atomkraft gesenkt werden.

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Stuttgart (ddp/sm) - "Ich sehe mich in den beiden entscheidenden Punkten bestätigt: Wir können den CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent reduzieren. Und wir können das ohne die Hochrisiko-Technologie Atomkraft schaffen", sagte Gabriel der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochausgabe).

Der Minister schätzt den Emissionen einsparenden Effekt von Kernkraftwerken im Vergleich zu erneuerbarer Energie als gering ein. "Der Unterschied zwischen dem Atom- und dem Erneuerbare-Energien-Szenario beträgt gerade mal vier Prozentpunkte. Damit ist einmal mehr belegt: Die Atomenergie kann keinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten - weder in Deutschland noch international", sagte Gabriel.

Der Umweltminister betonte, dass die Kernenergie weltweit weniger als drei Prozent zum Endenergieverbrauch beitrage. "Wir sollten uns lieber über die anderen 97 Prozent unterhalten, denn dort stecken die entscheidenden Potenziale."