Überförderung

Umweltminister rüttelt an Förderung für Solarstrom

Wie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart, will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Förderung für Solarstrom beschneiden. "Es wird eine Anpassung geben, weil wir eine Marktentwicklung haben, die zu einer klaren Überförderung geführt hat", sagte der Minister dem "Handelsblatt" zur Solarförderung

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Berlin (afp/red) - "Ziel ist es, einen Mechanismus zu entwickeln, der flexibel auf Marktentwicklungen reagiert. Die derzeitige Regelung ist zu starr", sagte Röttgen. Der Minister greift damit die Kritik an der Förderung des Sonnenstroms durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf.

Solarförderung kostet Milliarden

Die entsprechenden EEG-Regelungen kosten die Stromverbraucher laut "Handelsblatt" langfristig hohe zweistellige Milliardenbeträge. Dass sie grundsätzlich bereit ist, die Solarstromförderung zu beschneiden, hat die neue Regierung aus CDU, CSU und FDP bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben, jedoch ohne sich auf Details festzulegen.

Grundsätzliche EEG-Korrektur

Röttgen macht dem Bericht zufolge nun erstmals deutlich, dass er auch vor einer grundsätzlichen Korrektur der EEG-Mechanismen nicht zurückschreckt. Er kündigte dem Bericht zufolge an, gemeinsam mit Branchenvertretern und Verbraucherschützern nach Lösungen zu suchen.