Potenziale der Solartechnik

Umweltminister Gabriel eröffnet "Woche der Sonne"

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat am Freitag als Schirmherr die "Woche der Sonne" eröffnet. Vom 28. April bis zum 6. Mai wird bundesweit in über 1.400 Veranstaltungen für die Nutzung der Solarenergie geworben.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Nur wenn wir die erneuerbaren Energien noch stärker nutzen, können wir unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen. Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf die Solarenergie, um Wärme für die eigenen vier Wände zu erzeugen oder Strom zu produzieren. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Wirtschaft. Die erneuerbaren Energien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Jobmotor entwickelt. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die 'Woche der Sonne' Begeisterung für die erneuerbaren Energien wecken will", so Gabriel.

Die Nutzung der Solarenergie boomt. Im vergangen Jahr wurden weit mehr als eine Millionen Quadratmeter Solarkollektoren installiert – mehr als je zuvor. Der Markt für Photovoltaikanlagen wuchs um rund 20 Prozent. Die Attraktivität des Standortes Deutschland in diesem Bereich zeigt sich auch in den Investitionen von mehr als eine Milliarde Euro in neue Produktionsanlagen. Zehn neue Solarfabriken entstehen allein in den neuen Bundesländern, bestehende Produktionen im ganzen Bundesgebiet werden erweitert.

Langfristig wird nach Einschätzung des Bundesverbands Solarwirtschaft rund ein Drittel des deutschen Wärmebedarfs und ein Viertel des Strombedarfs aus Solaranlagen gedeckt. Im Mix mit anderen erneuerbaren Energien werde damit langfristig eine Vollversorgung mit heimisch verfügbaren erneuerbaren Energien möglich.

Die "Woche der Sonne" zielt darauf ab, solartechnische Potenziale kontinuierlich zu erschließen. Daher unterstützt die Kampagne Handwerker, Kommunen, Umweltgruppen und andere lokale Akteure bei Informationsveranstaltungen zur solaren Erzeugung von Strom und Wärme. Von Aachen bis Zwickau finden in über tausend Städten und Gemeinden bundesweit Solaraktionen statt. Infostände, Ausstellungen, Solarfeste, Vorträge und Tage der offenen Tür bei Solaranlagenbetreibern und Handwerkern informieren über die Vorteile der Solarenergie für Klimaschutz und langfristige Versorgungssicherheit.

Die "Woche der Sonne" wird vom Bundesverband Solarwirtschaft organisiert und vom Bundesumweltministerium gefördert. Die drei Spitzenverbände des Handwerks, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) sind Partner der Aktionswoche.