Mit Klimaschutz vereinbar

Umweltminister für neue Kohlekraftwerke

Bundesumweltminister Röttgen plädiert trotz Klimawandels für den Bau neuer Kohlekraftwerke. Diese seien viel effizienter als ihre Vorgänger und man könne sie auch in Teillast fahren, um Schwankungen zum Beispiel bei der Windenergie auszugleichen. Zudem plädiert er für ein vorläufiges Festhalten an der Atomenergie.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/red) - Genauso wie Kohlekraftwerke haben auch Kernenergie für ihn die Funktion einer Brücke ins regenerative Zeitalter, sagte Röttgen am Sonntag im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Die Kernenergie ist endlich von vornherein auch in ihrer konzeptionellen Bedeutung, und sie soll es geben, bis sie verlässlich ersetzt werden kann", sagte Röttgen. Bis zum nächsten Oktober werde er zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ein Konzept hierfür vorlegen.

Die Klimakonferenz in Kopenhagen müsse eine Festlegung auf das Ziel erbringen, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen, sagte Röttgen, der seit Samstag an dem Treffen teilnimmt. Außerdem müßten konkrete Zahlen für die Reduktionsziele der Industrieländer sowie Finanzierungszusagen für Entwicklungsländer beschlossen werden.