Strom-News
Mit Klimaschutz vereinbarBundesumweltminister Röttgen plädiert trotz Klimawandels für den Bau neuer Kohlekraftwerke. Diese seien viel effizienter als ihre Vorgänger und man könne sie auch in Teillast fahren, um Schwankungen zum Beispiel bei der Windenergie auszugleichen. Zudem plädiert er für ein vorläufiges Festhalten an der Atomenergie.
Köln (ddp/red) - Genauso wie Kohlekraftwerke haben auch Kernenergie für ihn die Funktion einer Brücke ins regenerative Zeitalter, sagte Röttgen am Sonntag im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Die Kernenergie ist endlich von vornherein auch in ihrer konzeptionellen Bedeutung, und sie soll es geben, bis sie verlässlich ersetzt werden kann", sagte Röttgen. Bis zum nächsten Oktober werde er zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ein Konzept hierfür vorlegen.
Die Klimakonferenz in Kopenhagen müsse eine Festlegung auf das Ziel erbringen, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen, sagte Röttgen, der seit Samstag an dem Treffen teilnimmt. Außerdem müßten konkrete Zahlen für die Reduktionsziele der Industrieländer sowie Finanzierungszusagen für Entwicklungsländer beschlossen werden.
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Der dänische Energiekonzern Dong Energy gibt seine Pläne zum heftig umstrittenen Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern auf. Den Beschluss, auf das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt zu verzichten, habe der Aufsichtsrat am Freitag gefass. Kraftwerksgegner und Umweltorganisationen begrüßten die Entscheidung.
Der vom Energiekonzern EnBW verkündete Planungsstopp für das umstrittene Kohlekraftwerk in Dörpen ist beim Landkreis Emsland nüchtern aufgenommen worden. Das Aus sei kein Anlass für Triumphgefühle, der Schritt sei "eine Konsequenz aus den aktuellen politischen Rahmenbedingungen", sagte Landrat Hermann Bröring (CDU) in Meppen.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat am Mittwoch die Klagen des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und zweier Privatpersonen gegen die Erweiterung eines Steinkohlekraftwerkes der Evonik Steag in Herne abgewiesen. Der Umweltverband habe seine Einwendungen nicht innerhalb der gesetzlichen Frist erhoben.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat das Ziel bekräftigt, die Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2050 "fast vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt zu haben". Dazu müsse man auch vorläufig weiter auf Atomkraft setzen.
Die Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz gegen den immissionsrechtlichen Vorbescheid und die erste Teilgenehmigung für die Errichtung eines Kohlekraftwerks in Mainz sind eingestellt worden.Strompreise vergleichen
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