Kopenhagener Klimaziele

Umweltminister der Länder bei CO2-Zielen einig

Die Umweltministerkonferenz (UMK) unterstützt die Klimaziele der Bundesregierung und hat parteiübergreifend dem neuen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) für die bevorstehende Klimakonferenz in Kopenhagen den Rücken gestärkt. Ziel ist,d ie Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp/red) - Es sei erfreulich, dass Deutschland mit einer Stimme in die Verhandlungen gehen könne, sagte Röttgen zum Abschluss der UMK-Herbsttagung am Freitag in Saarbrücken. Die Umweltminister des Bundes und der Länder setzten darauf, dass in Kopenhagen ein rechtlich verbindliches internationales Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen mit einem konkreten Zeitrahmen verabschiedet wird.

CO2-Ausstoß bis 2050 bis zu 95 Prozent runter

Um eine Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen, müssten die Industrieländer bis zum Jahr 2050 ihre Emissionen um 80 bis 95 Prozent zurückfahren, sagte Röttgen. Bis dahin benötige man Zwischenschritte. Hier plane die neue Koalition in Berlin ambitionierter als die Vorgängerregierung und andere EU-Länder. Demnach sollen in Deutschland bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen auf 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden. Es gebe dazu keine Alternative, denn es gehe weltweit um den Erhalt der Lebensgrundlagen und um die Überlebensfrage von Hunderten von Millionen Menschen, sagte der Bundesumweltminister.

5 bis 7 Milliarden Euro pro Jahr nötig

Die Klimakonferenz in Kopenhagen sollte nach Auffassung der UMK auch den finanziellen Rahmen und die Leistungen der einzelnen Länder klären. Hier hoffen die Umweltminister auf konkrete Finanzzusagen der Industrieländer. Röttgen zufolge sind allein in den kommenden Jahren für die Entwicklungsländer Beträge von jährlich fünf bis sieben Milliarden Euro zur Umsetzung der Ziele notwendig. Ab dem Jahr 2020 steige der Betrag dann auf rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. Man sei sich einig, dass das teuer sei, aber Nichthandeln sei teuerer, betonte Röttgen.

Um die Ziele zu erreichen sollen aus Sicht der UMK in Deutschland die Markteinführung und die Nutzung der erneuerbaren Energien verstärkt und ausgebaut werden. Dazu sollten die Attraktivität der Nutzung der klimafreundlichen Energieformen für die Verbraucher erhöht und die finanzielle Förderung noch verbessert werden.