Konferenz in Wien

Umweltminister: Atomenergie kein Mittel gegen den Klimawandel

Klimawandel, Energieeffizienz, die Rolle der Kernenergie sowie Alternativen zu dieser waren Schwerpunkte einer Konferenz der Umweltminister sechs europäischer Staaten, die heute in Wien zu Ende ging. Die Minister waren sich dabei einig, dass Atomenergie kein Allheilmittel gegen den Klimawandel sei.

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Wien (red) - Mit ihrem zweitägigen Treffen in Wien setzten die Minister aus Österreich, Deutschland, Irland, Italien, Lettland und Norwegen ihren im März 2007 in Dublin begonnen Dialog über die Sicherheit von Nuklearanlagen, den Energiemix der Zukunft und die Bedeutung von Energiesparen und Energieeffizienz fort.

Angesichts der grenzüberschreitenden Risiken der Kernenergie wie Unfallrisiken und die Abfallproblematik forderten die Teilnehmer mehr Transparenz sowie eine verbesserte Einbindung und Beteiligung auch der Nachbarstaaten von Ländern, die sich für die Kernenergieoption entschieden haben.

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die Minister zum Abschluss des Treffens, dass Kernenergie und eine nachhaltige Entwicklung ihrer Meinung nach nicht miteinander vereinbar sind. Zudem seien die überzeugt, dass Atomenergie kein gangbarer Weg ist, den Klimawandel zu bekämpfen.

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, der für Deutschland auf der Konferenz vertreten war, sagte: "Mit dem informellen Ministertreffen wurde eine wichtige Plattform zu Erörterung gemeinsamer Anstrengungen gegen den Klimawandel etabliert."