Prognose zurückgenommen

Umweltkontor wird Umsatzziele 2003 nicht erreichen

Der Erkelenzer Energiedienstleister Umweltkontor hat im ersten Halbjahr 2003 den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt und konnte somit auch seinen Verlust verringern. Aufgrund der anspannten wirtschaftlichen Lage muss dennoch die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr zurückgenommen werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Das börsennotierte Erkelenzer Unternehmen Umweltkontor hat im ersten Halbjahr 2003 zwar mit knapp 84 Millionen Euro den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt, muss aber dennoch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2003 zurücknehmen. "Trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen werden wir im laufenden Geschäftsjahr deutlich wachsen, allerdings unsere für 2003 angestrebten Rentabilitätsziele erst in 2004 erreichen", erläuterte Vorstandssprecher Heinrich Lohmann.

Während die Business Units Wind und Wasser positive Ergebnisse erreichen konnten, weisen die Business Units Sonne und Bioenergie noch einen Verlust aus und sind damit die wesentlichen Bestimmungsfaktoren des Konzernergebnisses. In der Business Unit Sonne wurde das Ergebnis durch die bereits begonnene schrittweise Umstellung der Produktion im laufenden Betrieb auf Solarzellen im Format 150 mal 150 Millimeter belastet. Das negative Segmentergebnis im Bereich Bioenergie wird wesentlich durch die Anlaufverluste der neuen Biodieselraffinerie in Schwarzheide bestimmt. Im Rahmen der Anlaufphase traten wiederholt technische Probleme auf.

"Umweltkontor sieht sich aufgrund der derzeitig sehr guten Auftragslage bzw. Projektpipeline gut positioniert, um bei verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die eigenen soliden Wachstumsziele zu realisieren", machte Lohmann Mut. Der Referentenentwurf zur Novelle des EEG sei eine gute Grundlage für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energiearten.