Umweltkontor begrüßt Baustopp des ersten Atomkraftwerks in der Türkei

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Vorstand der Umweltkontor Renewable Energy Aktiengesellschaft sieht im Baustopp des ersten Atomkraftwerks, den der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit kürzlich ankündigte, ein klares Bekenntnis zu den regenerativen Energien. Umweltkontor erwartet nun auch für die eigenen Wind- und Wasserkraftprojekte im Lande einen deutlichen Schub. Die Tochtergesellschaft des Unternehmens, die ihren Sitz in Kahramanmaras nördlich der Grenze zu Syrien hat, steht kurz vor der Gründung.


Die Potentiale seien enorm: Mit über 7000 Kilometer Küsten verfüge die Türkei über ideale Standorte für Windenergie. Die Möglichkeiten für die Stromerzeugung aus Wasserkraft liegen Schätzungen zufolge bei 125 Milliarden kWh pro Jahr. Bis zum Jahr 2020 wolle man hiervon rund 90 Prozent nutzbar machen. Stromausfälle, wie sie in der Türkei mancherorts im Sommer noch an der Tagesordnung sind, belasten Industrie und Gewerbe mit Produktionsfehlzeiten. Etwa 10 Prozent des nationalen Energiebedarfs könnten mit den jetzigen Strukturen nicht gedeckt werden. Gefragt seien vor allem einheimische Energieformen, die unbegrenzt zur Verfügung stehen, risikolos zu nutzen sind und das Land von Energieimporten unabhängig machten. Die Potentiale der regenerativen Energien wurden in der Türkei längst erkannt. Die jüngste Entscheidung der türkischen Regierung mache dies einmal mehr deutlich.