Erneuerbare Energien

Umwelthilfe nimmt Kommunen in die Pflicht

Die erneuerbaren Energien in Deutschland seien ein Schlüssel zur Durchbrechung des Kreislaufes eines Wachstums ohne Arbeitsplätze, der sich nicht nur in Deutschland breit macht. Aus diesem Grund fordert die Deutsche Umwelthilfe die Kommunen auf, im Bereich erneuerbarer Energien stärker aktiv zu werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Radolfzell (red) - Die Deutsche Umwelthilfe fordert Deutschlands Kommunen auf, im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv zu werden. Die Verabschiedung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) lege seit wenigen Tagen die Basis für einen Boom in diesem Bereich. Durch den Aufbau solarer Netzwerke aus Handwerkern, Umweltverbänden, Agenda 21-Gruppen, Schulen, Kirchen, Banken und Bürgern könne der Photovoltaik und der Solarwärme in den nächsten Jahren der Durchbruch gelingen.

"Was im Solarbereich richtig ist, hilft auch beim Wind, bei der Biomasse und bei der Reaktivierung von Wasserkraftwerken an bestehenden Dämmen", erläutert Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Auch hier könnten Bürger-Windparks, zukunftsorientierte Landwirte, aktive Kommunen, engagierte Stadtwerke, mutige Banken oder Einzelinvestoren den erneuerbaren Energien den Weg bahnen. Eine ganz besondere Chance sieht die Deutsche Umwelthilfe für die Landwirtschaft, für die Forstwirtschaft und für die ländlichen Räume. Die Nutzung von Holzenergie in Blockheizkraftwerken, der Bau von Solarstromanlagen auf Scheunendächern und die Installation von Biogasanlagen durch Landwirte, könnten die Wirtschaftskraft des ländlichen Raumes stärken.