Umweltfreundliche Energien stärken - Arbeitsplätze im Energiebereich sichern und ausbauen

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Anlässlich der ÖTV-Tagung im Rahmen des Energiedialog 2000 in Berlin forderte der ÖTV-Vorsitzende Herbert Mai vor über 600 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften den Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln. Damit würde ein weiterer wichtiger Schritt zu einer umweltfreundlichen Energieerzeugung getan. Derzeit liege dieser Anteil bei 2,3 Prozent. Daher sei Forschung und Entwicklung in diesem Sektor auszubauen.


Mai betonte, es müsse endlich eine Einstiegsdiskussion für umweltfreundliche und nachhaltige Energieerzeugung geben. Nur so könnten qualifizierte und zukunftsorientierte alternative Arbeitsplätze erhalten und aufgebaut werden. Die Diskussion allein um den Ausstieg aus der Kernenergie greife zu kurz. Wenn Deutschland nicht zum Energiehändler degenerieren, sondern als Energiestandort erhalten und weiter entwickelt werden solle, müssten Einstiegs- und Ausstiegsdiskussion miteinander verbunden werden. In diesem Zusammenhang begrüßte Mai die Bonusregelung für Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung, die im Bundestag derzeit beraten werde. Die ÖTV habe sich in dieser Frage sehr engagiert und werde sich für weitere Schritte zum Ausbau dieser umweltfreundlichen Energieerzeugung einsetzen.


Darüber hinaus forderte der ÖTV-Chef eine sozial- und umweltverträgliche EU-Wettbewerbsordnung für die Energiemärkte. Dies sei im Interesse von Beschäftigung und Umweltschutz sowie für Verbraucher und Industrie dringend notwendig, damit Wettbewerbsverzerrungen zu Ungunsten der umweltfreundlichen Energien bei der Marktöffnung aller EU-Staaten als Folge der Richtlinie für Strom und Gas vermieden werden.