Studie

Umweltbundesamt: Trotz Atomausstieg keine Stromlücke

Der bis zum Jahr 2020 vorgesehene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie gefährdet nicht die Versorgung Deutschlands mit Strom. Das ist das zentrale Ergebnis einer der aktuellen Kurz-Studie "Atomausstieg und Versorgungssicherheit" des Umweltbundesamtes (UBA).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das UBA widerspricht mit seiner Studie den Behauptungen einiger Stromkonzerne, dass es unter anderem wegen dem geplanten Atomausstieg zu Stromengpässen in Deutschland kommen wird. "Die Versorgungssicherheit mit Strom ist in Deutschland nicht gefährdet", sagte UBA-Präsident Andreas Troge.

Wenn die Ziele der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 den Bruttostromverbrauch um elf Prozent gegenüber 2005 zu senken, die Kraft-Wärme-Kopplung auf 25 Prozent zu verdoppeln sowie erneuerbare Energien auf knapp 30 Prozent der Stromerzeugung auszubauen, realisiert werden, werde Deutschland trotz Stilllegung von Kernkraftwerken genügend Strom zur Verfügung stehen.

Natürlich spiele auch der Ersatz von Kraftwerken – etwa durch hocheffiziente Kohlekraftwerke - eine Rolle. Die Frage, welcher Kraftwerkstyp gebaut wird, wird nach Ansicht des UBA maßgeblich durch den Europäischen Emissionshandel beeinflusst. So würden herkömmliche Stein- oder Braunkohlekraftwerke im Gegensatz zur Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien unwirtschaftlich werden. Dies dürfte aus dem Eigeninteresse der Investoren in Richtung emissionsarmer Stromerzeugung und sparsamer Stromnutzung wirken, so das Amt abschließend.