Im Bundestag

Umweltausschuss diskutierte dena-Netzstudie

Der Geschäftsführer der Deutschen Energie Agentur (dena), Stephan Kohler, fasste gestern im Umweltausschuss des Bundestages die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten dena-Netzstudie zusammen. Der Ausschussvorsitzende Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker hielt die Zusatzkosten für tragbar.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Umweltausschuss des Bundestages hat gestern die dena-Netzstudie zur Windenergie diskutiert. Mit Genugtuung registrierte das Gremium, dass diese Studie von einem sehr weitgespannten Kreis von Unterstützern einstimmig akzeptiert worden sei.

Der Geschäftsführer der Deutschen Energie Agentur (dena), Stephan Kohler, fasste im Ausschuss die Ergebnisse zusammen: Die erforderliche Netzerweiterung werde bis 2015 etwa fünf Prozent des bisherigen Netzes ausmachen, die Kosten lägen im Rahmen von fünf Prozent der jährlichen Netzinvestitionen der Stromindustrie. Somit würde die Mehrbelastung pro Haushalt durch den Zubau der Windenergie in der Gegend von einem Euro pro Monat bleiben.

Dies sah der Ausschussvorsitzende Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker als tragbar an, besonders wenn man an die in Deutschland entstandenen 50 000 Arbeitsplätze in der Windenergie und an den Beitrag zur Energie-Eigenversorgung denke.

Viel Resonanz fand der Vorsitzende mit seinem Appell, anstelle von "Offshore-Windkraft" das schöne Wort "Seewindkraft" zu verwenden. Man rede doch weiterhin von Seewetterdienst und nicht von Offshore-Wetterdienst.