Investitionssicherheit

Umweltausschuss beschließt neue Einspeisevergütung für Fotovoltaik

Der Umweltausschuss hat heute das Vorschaltgesetz zum EEG für Fotovoltaik beschlossen. Damit soll für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr Investitionssicherheit durch verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen werden, höhere Vergütungssätze sollen das Ende des erfolgreichen 100.000-Dächer-Programms kompensieren.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

"Ohne dieses Vorschaltgesetz und die Erhöhung der Vergütungssätze gäbe es einen Stillstand im Bereich der Fotovoltaikanlagen. Dies wäre für die noch junge Branche verheerend. Durch das Vorziehen dieser gesetzlichen Regelung vor die eigentliche Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz wird somit ein Fadenriss bei der Weiterentwicklung der Fotovoltaik ausgeschlossen", kommentierte Michaele Husted, energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen. Das Vorschaltgesetz soll nach vorgesehenem Zeitplan bereits Anfang Januar 2004 in Kraft treten.

Auch die Fraktion von CDU/CSU hat der Novelle zugestimmt, allein die FDP stimmte gegen das Gesetz. Der beschlossene Gesetzentwurf sieht folgende Vergütungen für Solarstromanlagen vor:

  • Die Grundvergütung entspricht der Vergütungshöhe des Jahres 2003 und beträgt 45,7 Cent pro Kilowattstunde.
  • Anlagen auf Gebäuden (Dachanlagen) erhalten bis zu einer Größe von 30 Kilowatt 57,4 Cent pro Kilowattstunde, Dachanlagen von einer Größe 30 bis 100 Kilowatt erhalten 54,6 Cent pro Kilowattstunde und größere Dachanlagen über 100 Kilowatt bekommen 54 Cent pro Kilowattstunde.
  • Anlagen auf Lärmschutzwänden werden ebenso vergütet wie Anlagen auf Gebäuden.
  • für Fassadenanlagen ist ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Cent vorgesehen.
  • Unverändert bleibt die jährliche Degression von nominal 5 Prozent für die dann neu in Betrieb gegangenen Anlagen.