Studie

Umweltamt: Konsumstil zerstört die Umwelt

In Sachen nachhaltiger Entwicklung sehen die Umweltexperten "grundlegende Trends in die falsche Richtung" gehen. Die ökologische Steuerreform soll fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Umweltbundesamt (UBA) hat der rot-grünen Regierung bescheinigt, dass sie von dem Ziel, Deutschland auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu führen, noch weit entfernt ist. Vielmehr zeige sich "immer deutlicher", dass die "vorherrschende Lebens- und Wirtschaftsweise" sich dauerhaft nicht durchhalten lasse, heißt es in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" unter Berufung auf die UBA-Studie. "Grundlegende Trends" gingen nach wie vor "in die falsche Richtung", zitiert "Die Zeit" aus dem Report, den Umweltminister Jürgen Trittin und UBA-Präsident Andreas Troge am morgigen Donnerstag in Berlin vorstellen.

Selbst deutliche technische Fortschritte können nach den UBA-Erkenntnissen den Ressourcenverbrauch nicht auf ein dauerhaft umweltverträgliches Maß begrenzen, schreibt am morgigen Donnerstag erscheinende Wochenzeitung.

Neben einer "Fortführung und Weiterentwicklung" der ökologischen Steuerreform seien nach Auffassung des Umweltbundesamtes auch "Umstellungen im Alltagsverhalten dringend erforderlich". Der in den Industriegesellschaften gepflegte Konsum- und Lebensstil stelle "eine der wichtigsten Belastungsursachen des globalen Naturhaushaltes" dar. Als eine der großen Industrienationen trage Deutschland bei der Umstellung "eine besondere Verantwortung". Für den einzelnen Bürger müsse dies allerdings "keineswegs auf eine Verschlechterung der persönlichen Lebenssituation hinauslaufen", so das UBA.