Hilfen für Geringverdiener

Umwelt- und Verbraucherschützer fordern Stromspar-Tarif

Angesichts steigender Energiepreise fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Sondertarife und Hilfen für Geringverdiener zum Stromsparen. Immer mehr Verbraucher hätten Schwierigkeiten, ihre Energiekosten noch zu bezahlen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Zahlreiche Vorschläge aus der Politik, wie man diesem Problem begegnen könne, seien aber "weder ökologisch noch sozial zukunftsweisend", sagte der BUND-Landesvorsitzende Bernhard Braun. Notwendig sei das Angebot einer "nachhaltigen Hilfe zum Stromeinsparen".

Die Verbraucherzentrale fordert in diesem Zusammenhang die Einführung von speziellen Strom-Spartarifen ohne Grundpreis. Von einem solchen Angebot, zu dem die Energieunternehmen verpflichtet werden sollten, könnten Menschen profitieren, die wenig Strom verbrauchen, sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale, Hans Weinreuter. Darüber hinaus sei auch "die Bereitstellung einer bestimmten Anzahl von Frei-Kilowattstunden pro Person" sinnvoll, schlug Weinreuter vor.

Zu einem solchen Strom-Spartarif sollte laut BUND außerdem eine verbindliche Stromsparberatung angeboten werden. Nur wer dieses Beratungsangebot annehme, solle auch einen Spartarif bekommen. "Ziel ist es nicht, Strom möglichst günstig zu machen, sondern den Verbrauch möglichst stark zu senken", sagte Braun.

Für einkommensschwache Haushalte solle zudem ein kostenloses Starterset zum Stromsparen zur Verfügung gestellt werden, forderten Braun und Weinreuter weiter. Dieses Set könne etwa einige Energiesparlampen, eine abschaltbare Steckerleiste für Standby-Geräte und einen Duschkopf zur Einsparung von Warmwasser enthalten.