BGH-Urteil

Umwelt geht vor Mini-Wasserkraftwerke

Wie aus einem gestern in Karlsruhe veröffentlichten Urteil vorgeht, gibt der Bundesgerichtshof dem Umweltgedanken vorrang vor der Errichtung kleiner Wasserkraftwerke an Bächen und Flüssen.

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Seit langem kritisieren Angler und Umweltschützer den Bau von kleinen Wasserkraftwerken an Bächen und Flüssen, weil der ökologische Schaden durch das Betreiben von Turbinen größer ist als der Nutzen. Jetzt haben sie erstmals vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe Recht bekommen.


Derzeit sind in Deutschland etwa 6500 kleine Wasserkraftanlagen in Betrieb. Durch den Stau von Bächen und Flüssen wird die Gewässerökologie jedoch zumeist stark geschwächt. Durch das BGH-Urteil (AZ: III ZR 154/00) haben Anglervereine und Wasserbehörden nunmehr die Möglichkeit, die Errichtung derartiger Minikraftwerke zu verhindern. Es geht dabei insbesondere um den Umbau alter Mühlen. Wenn es die Ökologie stärker belastet als Nutzen durch die Einsparung von Kohlendioxid entsteht, kann ein derartiger Umbau gestoppt werden.