Atomkraft

Umstritten: Belgien fährt AKW Tihange 2 wieder hoch

Der umstrittene Atomreaktor Tihange 2 in Belgien ist wieder am Netz. Der Reaktor war im März des vergangenen Jahres wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden. Politiker aus NRW kritisierten die Pläne zum Wiederanfahren als "russisches Roulette".

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Brüssel (dpa/red) - Der belgische Atomreaktor Tihange 2 ist ungeachtet von Protesten aus Deutschland wieder hochgefahren worden. Das rund 70 Kilometer westlich von Aachen gelegene Kraftwerk sei am Montagabend um 21.21 Uhr ans Netz gegangen, teilte der Betreiber Electrabel im Internet mit. Die Wiederinbetriebnahme sei vollkommen sicher gewesen.

Risse in den Reaktorbehältern

Der Reaktor war zuletzt im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden, nachdem Haarrisse an den Reaktorbehältern entdeckt waren worden. Nach einer Überprüfung teilte die Nuklearaufsichtsbehörde AFCN jüngst aber mit, dass es sich dabei um ein Problem handle, das keine Gefahr für die Sicherheit der Reaktoren darstelle.

Nordrhein-westfälische Politiker hatten die Pläne für das Wiederanfahren von Tihange 2 bereits im Vorfeld scharf kritisiert. Sie bezeichneten das Vorgehen der belgischen Behörden unter anderem als "russisches Roulette".

Quelle: DPA