Strom-News
DefiziteDie Bundesbürger wünschen sich mehr Informationen zum Stromsparen und eine bessere Kennzeichnung energieeffizienter Geräte. Drei Viertel sehen dies als die geeignetsten Maßnahmen, um den sparsamen Umgang mit Strom zu fördern. Das ergab eine Umfrage der dena.
Berlin (red) - Auch finanzielle Anreize für den Kauf eines energieeffizienten Gerätes halten fast drei Viertel für sinnvoll. Weniger beliebt sind das Verbot ineffizienter Geräte oder höhere Abgaben und damit höhere Strompreise. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die anlässlich der Stromeffizienz 2008, der Jahresveranstaltung der Initiative EnergieEffizienz, in Berlin veröffentlicht wurde.
Die Verantwortung zum Stromsparen sehen die Verbraucher vor allem bei sich selbst und bei den Unternehmen. Diese können, im Gegensatz zu Politik und Verbänden, am meisten für die Steigerung der Energieeffizienz tun, meinen über 80 Prozent der Befragten.
"Energieeffizienz hat das Zeug zum Kassenschlager", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler den rund 300 Teilnehmern der Stromeffizienz 2008 aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. "Hersteller, Händler und Energieversoger müssen die Vorteile noch stärker in den Vordergrund stellen. Dann können die Verbraucher sich auch bewusst dafür entscheiden."
Im Mittelpunkt des Kongresses stand, wie Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil weiter etabliert werden kann. Verschiedene politische Initiativen zielen derzeit darauf ab, die Energieeffizienz in Deutschland und Europa zu steigern. So will die Bundesregierung bis 2020 im Vergleich zu 1990 die Energieproduktivität verdoppeln und den Ausstoß der Treibhausgase um 40 Prozent reduzieren. Nach Richtlinien der EU sollen unter anderem der Endenergieverbrauch bis 2016 um neun Prozent sinken und neue Mindestnormen für die Energieeffizienz und Kennzeichnung von Elektrogeräten eingeführt werden.
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