Wirtschaftlicher Schwung

Umfrage: Deutsche fordern Investitionen in erneuerbare Energien

Energieunternehmen sorgen für wirtschaftlichen Schwung und sind wichtig für Deutschland als Exportland, so die Meinung der Bevölkerung, die aus einer TNS Infratest-Umfrage hervorgeht. Zudem fordern die Befragten verstärkte Investitionen in Erneuerbare Energien, sind aber nicht bereit, deswegen höhere Strompreise zu zahlen.

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Essen (red) - Die Leistungen der Energiebranche werden von den meisten Deutschen als bedeutsam für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bewertet, so der Energiekonzern RWE unter Berufung auf eine repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest. Demnach glauben 78 Prozent der rund 1000 Befragten, dass Innovationen in "umweltfreundliche Technologie" für Deutschlands Zukunft als Exportland entscheidend seien.

Erneuerbare Energien sollen gefördert werden

Auf die Frage, in welche Bereiche investiert werden solle, forderten die meisten Deutschen von den Energieversorgern Investitionen in erneuerbare Energien. Nach Erhebungen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft werden die deutschen Unternehmen diesem Anspruch gerecht, so RWE weiter. 61 Prozent der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden demnach in erneuerbare Energien investiert.

Preis wichtigstes Kaufkriterium auch bei Energie

Die Verbraucher hierzulande seien allerdings kaum geneigt, mehr für Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu bezahlen. So ergab die Befragung von TNS Infratest, dass 82 Prozent der Bevölkerung nicht oder kaum bereit sind, einen höheren Preis zu akzeptieren. Zudem gaben 54 Prozent an, dass sie nicht gewillt seien, zu einem Anbieter zu wechseln, der mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung stellt.

Energieversorger müssten daher mehr tun, um "für mehr Akzeptanz für unsere massiven Investitionen in Innovation und die Zukunft der Energieversorgung zu werben", so Dr. Ulrich Jobs, Vorstand der RWE AG und Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG. Auch in Fragen der CO2-armen Kohleverstromung müssten laut Jobs die Anstrengungen weiter verstärkt werden, sowohl von den Unternehmen als auch von Seiten der Politik.