Grenzwerte einhalten

Umfangreiche Strahlenmessungen bei Castor-Transport

Beim bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben wollen die Behörden mit umfangreichen Strahlenmessungen mögliche Gesundheitsgefährdungen verhindern. "Der Grenzwert für radioaktive Kontamination von vier Becquerel pro Quadratzentimeter muss sicher eingehalten werden", so eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums.

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Hannover (ddp-nrd/sm) - Bereits vor dem Transport sollen in Frankreich alle elf Behälter auf Oberflächenkontamination untersucht werden. Auch die mit den Behältern in Kontakt kommenden Hilfsmittel und die Eisenbahnwaggons würden überprüft.

Nach der Umladung der Behälter auf Spezial-Lkw im niedersächsischen Dannenberg wird die Strahlung der Fahrzeuge gemessen. Im Zwischenlager folgen weitere Messungen. Hinzu kommen Kontrollen der Verschlussdeckel und Schutzsysteme an den Atommüllbehältern. Nach Informationen von Umweltschützern startet der Transport hochradioaktiver Glaskokillen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague am Freitagabend.

Im Gegensatz zu den vorausgegangenen Transporten kommen in diesem Jahr nicht Behälter des bisher verwendeten Typs "Castor", sondern elf Behälter des französischen Typs "TN85" zum Einsatz. Dies war nötig geworden, weil der noch zu transportierende Restmüll wegen des stärkeren Abbrands der AKW-Brennstäbe heißer ist und stärker strahlt als die bisher angelieferten Abfälle. Im kommenden Jahr soll kein Castortransport rollen, weil es Verzögerungen bei der Prüfung der deutschen Behälter vom Typ HAW 28 M gab.