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VorstoßDie ukrainische Regierung will gemeinsam mit Russland und der EU eine neue Gaspipeline bauen, die russisches Gas über die Ukraine nach Westeuropa pumpen soll. Die Antwort aus Brüssel auf den Vorstoß steht noch aus, doch der Gastransit über die früheren Sowjetrepubliken macht der EU oft Sorgen.
Kiew (afp/red) - Der Vorschlag sei der EU und Russland bereits unterbreitet worden, sagte der Präsident des osteuropäischen Landes, Viktor Janukowitsch, am Freitag in Kiew. Mit einer neuen Pipeline sollen nach Angaben des Staatschefs zusätzliche Kapazitäten für "die notwendigen Lieferungen nach Europa" gesichert werden. Die Antworten aus Moskau und Brüssel auf den ukrainischen Vorstoß stehen nach den Worten Janukowitschs jedoch noch aus.
Bislang hatte die Ukraine Russland und die EU stets aufgefordert, ein gemeinsames Konsortium zur Modernisierung der bestehenden Leitungen zu gründen. Die Pipelines in der Ukraine sind veraltet und stammen noch aus Zeiten der Sowjetunion. Die Ukraine ist jedoch ein wichtiges Transitland, 80 Prozent des für die EU bestimmten russischen Gases werden durch ukrainisches Gebiet gepumpt.
Streitigkeiten um Gas zwischen Russland und früheren Sowjetrepubliken, die nun als Transitländer dienen, werden in der EU besorgt beobachtet, da 25 Prozent des in der EU verbrauchten Erdgases aus Russland kommen. Im vergangenen Monat hatte Russland erst mit Weißrussland im Clinch um unbezahlte Rechnungen gelegen und seine Lieferungen an das Nachbarland gedrosselt.
Auch zwischen Moskau und Kiew hatte es in der Vergangenheit bereits Probleme gegeben, die wiederholt zu einem Stopp der russischen Gaslieferungen an die Ukraine führten. Anfang 2009 waren die Gaslieferungen von Russland nach Europa wegen eines solchen Streits über die Bezahlung zwischen Moskau und Kiew für zwei Wochen unterbrochen.
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Die Ukraine kann die Rechnung für das im Dezember gelieferte russische Erdgas nicht bezahlen. Präsident Viktor Juschtschenko forderte daher die Zentralbank seines Landes in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief auf, dem staatlichen ukrainischen Gaskonzern Naftogaz zu helfen.
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die EU auf mögliche Probleme bei der Lieferung von Erdgas über das Gebiet der Ukraine hingewiesen. Kiew habe Hinweise darauf gegeben, dass die russische Rechnung womöglich nicht bezahlt werden könne. Erst im letzten Winter ist es dadurch zu Lieferengpässen in Deutschland gekommen.
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