Personalie

Überraschung bei RAG: Starzacher schmeißt hin

Der durch die Fusion der Energiekonzerne E.ON und Ruhrgas möglich gewordene Umbau des Essener Bergbau- und Technologie-Konzerns RAG findet ohne den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Karl Starzacher statt. Der ehemalige hessische Finanzminister hat gestern - für Branchenkenner überraschend - das Handtuch geworfen.

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Der Essener Bergbau- und Technologie-Konzern RAG (vormals Ruhrkohle AG) wird ab Juni einen neuen Chef brauchen: Der derzeitige Vorstandsvorsitzende Karl Starzacher hatte gestern überraschand seinen Rücktritt zum 31. Mai angekündigt. Der Vertrag des ehemaligen hessische Finanzministers bei der RAG, die den Energieunternehmen E.ON und RWE gehört, wäre erst Ende 2004 ausgelaufen. Persönliche Gründe wurden als Ursache genannt.

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll Starzacher insbesondere mit E.ON- und RAG-Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann Meinungsverschiedenheiten gehabt haben, die insbesondere den Umbau des Bergbaukonzern betreffen. Im kommenden Jahr wird RAG den Chemiekonzern Degussa mehrheitlich übernehmen und will sich dann auf das Chemiegeschäft konzentrieren. Wie die Tageszeitung "Die Welt" heute berichtet, hat der momentane Degussa-Chef Utz-Hellmuth Felcht die besten Chancen, Nachfolger von Starzacher zu werden.

Der Verkauf der Degussa-Anteil durch E.ON war eine Auflage im Rahmen der Genehmigung der Fusion von E.ON und Ruhrgas.