Weltweite Studie

Übernahmen und Fusionen im Energiesektor auf Rekordniveau

Die Übernahmeaktivitäten in der weltweiten Strom- und Gasindustrie haben 2007 sowohl nach Menge als auch nach Wert ein neues Rekordniveau erreicht. Dies ergab die Studie "Power Deals - 2007 Annual Review" der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Weltweit seien in der Strom- und Gasversorgungsindustrie im vergangenen Jahr 768 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 372,5 Milliarden US-Dollar durchgeführt worden, 2006 wurden nur 623 Transaktionen gezählt. Die Zahl der Deals mit einem Transaktionsvolumen von jeweils mehr als 20 Milliarden US-Dollar habe sich allerdings von vier auf zwei halbiert.

Obwohl vor allem grenzüberschreitende Transaktionen - wie der gemeinsame Einstieg von Enel (Italien) und Acciona (Spanien) bei der spanischen Endesa für 66,2 Milliarden US-Dollar - für Schlagzeilen sorgten, überwogen 2007 die inländischen Transaktionen. Sie trugen 530 zu den insgesamt 768 Deals weltweit bei, ihr Gesamtwert lag bei 229,9 Milliarden US-Dollar, 62 Prozent des Welt-Volumens, so PwC weiter.

Gemessen am Transaktionsvolumen hatten europäische Bieter 2007 einen Anteil von 43 Prozent, gefolgt von den Nordamerikanern mit 23 Prozent, russischen Unternehmen mit 17 Prozent und Bietern aus dem asiatisch-pazifischen Raum mit 13 Prozent. Damit spielte die Russische Föderation erstmals mit im Kreise der großen Übernahmen. Die meisten Deals fanden innerhalb des Landes statt, wenn auch Gazprom sich zum zweiten Mal ein britisches Gasverteilungs-Unternehmen zulegte, E.ON das Kraftwerksunternehmen OGK-4 für 8,4 Milliarden US-Dollar kaufte und auch Enel Milliarden-Investitionen tätigte.